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Behandlung

Die chronische Hepatitis C kann mit pegyliertem Interferon (pegIFN), einem köpereigenen Immun-Eiweiss in Kombination Ribavirin (RBV), einem Virustaticum, behandelt werden. In den meisten Fällen gelingt es, das HCV zu eliminieren und dadurch eine dauerhafte Heilung zu erreichen: beim Genotyp 2 und 3 gelingt dies in 80% der Fälle, beim Genotyp 4 in über 60% der Fälle und beim Genotyp 1 auch noch in 50% der Fälle.

Die Behandlung muss bei Genotyp 2 und 3 ein halbes Jahr, bei Genotyp 1 und 4 ein ganzes Jahr lang durchgeführt werden. Wöchentlich muss pegIFN subcutan (wie eine Insulindosis in eine Bauchhautfalte) gespritzt werden. Täglich müssen 5 bis 6 Tabletten verteilt auf zwei mal pro Tag eingenommen werden. Die Kombination mit der Methadonabgabe hat sich bewährt. In der Regel werden die Injektionen durch unser Personal vorgenommen. Selbstinjektionen und damit auch Ferien sind bei einer stabilen Therapiesituation möglich.

Die Behandlung kann Nebenwirkungen verursachen. Gefährliche Komplikationen können durch engmaschige Kontrolluntersuchungen erfasst und behandelt werden. Vor allem zu Beginn der Behandlung sind nach der pegIFN-Injektion grippeartige Beschwerden mit Gliederschmerzen, Fieber und allgemeinem Unwohlsein häufig. Sie können dagegen 500 mg Paracetamol (Acetalgin®, Dafalgan®, Panadol®) nehmen. Diese grippeartigen Beschwerden verschwinden meist nach wenigen Injektionen. Schwere Blut-, Leber- oder Schilddrüsenstörungen müssen unbedingt rechtzeitig erkannt werden, bevor sie gefährlich sein können. Haarausfall ist nicht selten aber fast nie so schwerwiegend, dass er auch von Drittpersonen erkannt werden kann.

Indikation