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Abstinenz

Aufhören mit →Heroin, →Opioidentzug ist grauenhaft, die schlimmsten Tage Deines Lebens. Und doch ist Entzug oft nur ein Klacks, ein Punkt auf einer nie endenden Strasse des Elends, in dem Dein Körper, Dein Geist, Dein ganzes Wesen immer noch und immer noch gefangen bleibt, gefangen in einer lädierten Existenz. Opioidabstinenz wird oft zur schrecklichsten, monomanen Ausweglosigkeit in der alles fressenden Spirale um das Schwarze Loch der Sucht.

Zweifellos gibt es einige Menschen, welche eine Opioidabhängigkeit überwinden. Carlos Nordt und Ruedi Stohler zeigten 2006 in einer im Lancet veröffentlichten Studie, dass höchstens 5 Prozent der Opioidabhängigen nie mehr rückfällig werden. Nicht nur im Grossraum Zürich können Opioidabhängige ihre Sucht nur sehr selten überwinden.

Abszess

Ein Abszess ist eine eitrige, entzündliche Höhle im Körper. Der Abszess ist meist nicht nur mit Eiter, also mit weissen Blutkörperchen gefüllt, sondern auch mit Bakterien, Pilzen oder anderen Erregern. Diese Erreger können aus der Abszesshöhle in andere Organe, wie Herzklappen, Lungen, Leber und Gehirn, verschleppt werden und dort gefährliche und tödliche Folgekrankheiten auslösen.

Akute HIV-Erkrankung

Die akute HIV-Erkrankung tritt nur bei einem Drittel der Infizierten auf. Einige Wochen nach der Ansteckung mit HIV leiden diese an grippeartigen Symptomen, Lymphkontenschwellungen und manchmal an Gelbsucht.

Nach der Infektion vermehren sich HI-Viren in den ersten Wochen rasant. Der Organismus lernt aber zunächst fast immer, mit den Viren einigermassen zu leben. Die Zahl der Viren sinkt sogar wieder auf ein Minimum ab. HIV-positive Menschen fühlen sich lange Zeit kaum krank. Die Infektion verläuft jahrelang meist unbemerkt.

Arud

Die Arbeitsgemeinschaft für Risikoarmen Umgang mit Drogen, Arud wurde am 30. November 1991 von meist als Allgemeinpraktiker tätigen Ärzten und anderen mit Drogenproblemen konfrontierten Berufsleuten in Zürich gegründet. Die Arud wollte durch Schadenminderung und umfassende medizinische Versorgung die Probleme mit Drogen reduzieren. Vordringlich war die Nachfragedeckende Versorgung mit Methadon. Die niedrigschwelligen Angebote in den Arud-Polikliniken in Zürich, Horgen, Basel und Biel wurden in der Schweiz und im Ausland vielfach nachgeahmt.

Aids

Aids ist ein Syndrom, eine lange Liste von möglichen Krankheiten. Die Ursache dieser Krankheiten ist eine Infektion mit HIV. Sie verläuft jahrelang meist unbemerkt. Unbehandelt bricht Aids durchschnittlich nach 10 Jahren aus und führt dann in zwei bis drei Jahren zum Tod.

Die Zahl der Viren steigt meist über viele Jahre langsam an. Irgendwann kommt der Organismus mit den Milliarden von Viren nicht mehr klar. Die HI-Viren zerstören die immunkompetenten Helferzellen. Der Vorrat an diesen weissen Blutkörperchen beginnt zu schrumpfen. Der Körper ist immer weniger in der Lage, der ganzen Palette von Bedrohungen standzuhalten. Die Abwehrkräfte der Helferzellen versiegen. Die zelluläre Immunität bricht zusammen. Für andere Menschen harmlose Viren, Bakterien, Pilze und einzellige Parasiten können nicht mehr genügend abgewehrt werden. Damit beginnt Aids.

Amphetamine, Speed, Ecstasy und andere Stimulantien

Amphetamine sind eine Substanzgruppe von ähnlich antreibend wie die Stresshormone Adrenalin und Noradrenalin wirkenden Chemikalien. In der Drogenszene spricht man von Speed, Meth und Cristal. Das chemisch anders als Aphetamine aufgebaute Methylphenidat, Ritalin®, MDMA, MMDA und alle Formen von Ecstasy gehören in dieselbe Wirkgruppe. Zum Teil wirken sie auch wie Serotonin, ein anderes Katecholamin als Adrenalin und Noradrenalin. Alle Stimulanzien können süchtig machen, motorische Störungen auslösen, zu gefährlichen Überhitzungen, Krampfanfällen und Herzproblemen führen. Anhaltender Konsum kann schwerste Depressionen und paranoide Wahnzustände hervorrufen.

Autonomes Jugendzentrum Zürich AJZ

Ein von der Zürcher Jugend selbstverwaltetes Jugendhaus war ein politisches Versprechen der Fünfziger Jahre, welches nie dauerhaft eingehalten wurde. Die Forderung nach einem AJZ war in den Jugendunruhen 1968 und 1980 zentral. 1968 im ehemaligen Globus-Provisorium an der Limmat, 1972 im Lindenhofbunker und 1980 und 1981 auf dem Areal des heutigen Fernbusbahnhofes an der Sihl wurden wenige Wochen lang illegale AJZs toleriert.

1980 gab es im AJZ einen Fixerraum.

Belohnungssystem

Das Belohnungssystem unseres Säugetiergehirnes beherrscht unser Grosshirn, unser Denken. Alles was wir tun, jedes Wollen, jede Absicht, und sei sie sogar unbewusst, aber vor allem jedes Bewusstsein und die Wahrheit und Schönheit, im Belohnungssystem an der Basis des Grosshirns recht eigentlich erst entsteht.

Alles was wir gerne tun, möchten wir immer wieder tun. Alles was wir gerne spüren, möchten wir immer wieder spüren. Alles was wir gerne erleben, möchten wir immer wieder erleben.

Benzodiazepine

Benzodiazepine sind eine Substanzgruppe mit dämpfender Wirkung. Rohypnol®, Valium®, Seresta®, Temesta®, Dormicum® und andere dieser Schlaf- und Beruhigungspillen werden von Heroin und Kokainkonsumenten oft zusätzlich gebraucht, um unangenehme Nebenwirkungen oder Entzugssymptome zu dämpfen. Benzodiazepine beeinträchtigen die Aufmerksameit und das Kurzzeit-Gedächtnis: Tendenziell verschwindet die ganze Welt hinter einem Zehnsekunden-Zeithorizont. Die Wirkung von Benzodiazepinen erzeugt oft die sichtbarste Auffälligkeit bei Junkies.

Buprenorphin (Subutex®)

Buprenorphin, Subutex®, Temgesic®, ist ein synthetisches Opioid mit einer beschränkten Wirkung, welche maximal etwa 30 mg Methadon entspricht. Mit Buprenorphin können 10 bis 30% weniger Patienten dauerhaft auf Heroin verzichten als mit Methadon. Buprenorphin hat gewisse Nebenwirkungen von Methadon nicht. Die bessere Alternative zu Methadon ist nicht Buprenorphin, sondern → Morphin Retard. Mit Buprenorphin können mindestens 10 % weniger Abhängige in Behandlung zurückbehalten werden als mit Methadon; das ist für die Prognose auch bezüglich Überlebenschancen entscheidend.

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